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Die vielen Gesichter der Frau Holle

Sagenhafte Orte rund um den Hohen Meißner

Frau Holle kennen wir aus dem Märchen als weise, zugleich gütige und strenge, alte Frau, die es kräftig schneien lässt, indem sie ihre Federbetten schüttelt. Weniger bekannt ist, dass dies nur eine der vielen Dimensionen dieser komplexen Gestalt ist, die unter den Grimmschen Märchenfiguren eine faszinierende Sonderstellung einnimmt, und dies gleich in zweifacher Hinsicht: Denn die Ursprünge des Frau-Holle-Mythos reichen nicht nur weit zurück in eine Zeit, als von den Brüdern Grimm und ihren Märchen noch niemand etwas ahnte. Frau Holle gehört auch zu den wenigen Märchen, die klar und historisch begründet verorten werden können. Das Reich der Frau Holle befindet sich rund um den Hohen Meißner in einer an Kultur- und Naturwundern besonders reichen Region.

Ihre KulturGeschichte:

Uralten Mythen auf der Spur

  • Schon Jacob Grimm beschäftigte sich mit dem historischen Sagenstoff rund um Frau Holle. Er vertrat wie auch viele heutige Wissenschaftler die These, wonach Frau Holle auf eine vorchristliche Gottheit zurückgehen soll. Unter anderem wird die Gestalt mit der römischen Göttin Diana oder den germanischen Gottheiten Freya und Frigga in Verbindung gebracht.
  • Als Erden- und Muttergöttin bestimmte sie den Kreislauf des Lebens, beherrschte Elemente und das Wetter, war Heilerin und Glaubenbringerin.
  • Der Sage nach liegt Frau Holles unterirdisches Reich auf dem Boden des auf der Ostseite des Hohen Meißners auf 620 m Höhe gelegenen Frau-Holle-Teichs, den schon die Brüder Grimm einst besuchten. Schon 1641 war das kleine, von einer Quelle gespeiste Gewässer als „Frau Hollen Bad“ bekannt, woran heute eine imposante Skulptur aus Ulmenholz des Künstlers Viktor Donhauser erinnert. Dem Teich ist eine der fünf von den Brüdern Grimm veröffentlichten "Deutschen Sagen" gewidmet.
  • Unweit des Teichs liegt der Aussichtspunkt Kalbe mit dem gleichnamigen See, Rest eines ehemaligen Braunkohletagebaus. Eine Sage führt den Namen des Ortes darauf zurück, dass Frau Holle hier einst Betrunkene in Kälber verwandelte – wahrscheinlicher ist eine Herleitung vom „Kalben“, also dem Abbrechen großer Basaltbrocken, des Bergs. Erreichbar ist die Kalbe über den Premiumweg P1 Hoher Meißner
  • Die wichtigsten Frau-Holle-Orte am Hohen Meißner werden im Holleum in Hessisch Lichtenau vorgestellt. Weitere Schwerpunkte der Ausstellung sind die Frau Holle als Märchenfigur der Brüder Grimm, als Gottes- und Mythengestalt sowie die ihr zugeschriebenen Heilkräuter. Die sehenswerte Altstadt Hessisch Lichtenaus mit ihren Fachwerkhäusern wird vom Frau-Holle-Rundweg mit 12 interessanten Stationen erschlossen.
  • Knurrt der Magen? In der Jausenstation Weißenbach in Großalmerode kredenzt Matthias Pflüger mit seinem Team den echten nordhessischen Urgeschmack, und das in Bio-Qualität und mit fast ausschließlich regionalen Zutaten. Längst mehr als ein Geheimtipp: die köstliche Ahle Wurscht.