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Lebendige Geschichte am grünen Band

Grenzmuseum Schifflersgrund

Schon der Standort des Museums steht symbolisch für den schwierigen, mitunter tragischen Verlauf der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts: Jahrhundertelang zu Hessen gehörend, kam der Schifflersgrund, eine topographische Senke unweit des Tals der Werra, im Wanfrieder Abkommen 1945 zur damaligen Sowjetischen Besatzungszone und wurde anschließend Teil des unmittelbaren Grenzgebiets der DDR. Es folgten die Zwangsumsiedlung der Bewohner angrenzender Ortschaften und ein bewehrter Sperrzaun, der den Schifflersgrund für knapp 30 Jahre zum Niemandsland zwischen den beiden deutschen Staaten machte. Schon kurz nach der Wiedervereinigung wurde mit dem Grenzmuseum Schifflersgrund ein Gedenk-, Lern- und Begegnungsort geschaffen. In Gebäuden der ehemaligen DDR-Grenzanlagen wird mit einer interessanten Dauerausstellung und Führungen an die Zeit der Teilung und damit verbundene Schicksale erinnert.

Ihre KulturGeschichte

Kulturelle Grenzerfahrung

  • In das Grenzmuseum Schifflersgrund wurden authentische Bestandteile der ehemaligen DDR-Grenzanlagen integriert. Dazu gehören  ein Grenzbeobachtungsturm, ein Panzerfahrweg sowie ein im Original erhaltener, 2.5 km langer Abschnitt des Grenzzauns.
  • Neben Militärfahrzeugen und weiteren Objekten der Militärtechnik befasst sich die Dauerausstellung mit den kreativen, verzweifelten und oft tragisch verlaufenden Versuchen mancher DDR-Bürger, die Grenze zu überwinden. Der Schifflersgrund selbst wurde im Jahre 1982 Schauplatz eines Fluchtversuchs mit tödlichem Ausgang und versteht sich daher nicht zuletzt auch als Gedenkstätte.
  • Nach der Wiedervereinigung begannen Künstler, sich mit der zurückliegenden Teilung und ihren Folgen auseinanderzusetzen. Ihre Kunstwerke – die Kunst an der Grenze – ist rund um das Museumsgelände zu bewundern.
  • Innovativ und berührend ist das Kunstprojekt "1000 Steine" im Außenbereich des Museums. Besucher sind eingeladen, einen Stein aus ihrer Heimat mitzubringen und dem Kuntswerk hinzuzufügen, das so nach und nach wachsen und den einstigen Schauplatz der Teilung in einen Ort der Begegnung und Versöhnung verwandeln soll.
  • Dem gesamten ehemaligen Grenzverlauf folgt das Grüne Band Deutschland, ein einzigartiges Naturschutzprojekt von 1.400km Länge. Die so geschützten Ökosysteme entstanden während der deutschen Teilung, als sich Flora und Fauna im Sperrgebiet der Grenze ungestört entfalten konnten. Einen Abschnitt des Grünen Bandes erschließt der Premiumwanderweg P16 im Geo-Naturpark Frau-Holle-Land
  • Unweit des Schifflersgrunds liegt Bad Sooden-Allendorf mit seiner sehenswerten Altstadt. Das einst zur Salzherstellung erbaute Gradierwerk ist heute fester Bestandteil des Kurbetriebs. Die WerratalTherme sorgt für den entspannten Ausklang eines ereignisreichen Kulturtages.